Seitdem – KTM EXC 350- F 2025 Champion Edition – First Setup – ist ein Jahr vergangen. Durch die vielen Adventurebiketrainings und Touren ist wenig Zeit geblieben für die kleine 350er KTM. 2025 bin mit ihr (leider) ausschließlich auf der Motocrossstrecke gefahren. Die Tracks im Grazer Raum sind nicht gerade auf WM-Niveau, was dem Hobbyfahrer wie auch dem Enduropiloten zu Gute kommt. Da hat man dann auch mit der Sportenduro Spass. Als Amateur oft sogar mehr als mit einem Motocrossbike, bei dem das Fahrwerk härter und der Motor aggressiver ist. Eben ausgelegt für schnelle Racer und große Sprünge. Zudem gibt es bei den Mx Bikes außer bei KTM/Husqvarna/GasGas nur 250er und 450er, die golde Mitte 350 ccm³ , gerade für den Hobbyfahrer, bedient nur Mattighofen. Aber auch bei 350ccm³ ist mir der geschmeidige Antritt der Enduro lieber, da bleibt man auch als Amateur länger Herr der Lage.
Seit 2010 (!) bin ich auf der 350er 4 Takt Enduro unterwegs und kann das schon 2018 im Blogbeitrag geschriebene heute genauso bestätigen. – KTM EXC 350 9 Jahre Erfahrung – Inzwischen sind es 15 Jahre KTM EXC 350-F Erfahrung!
Fahrtechniktraining am MX Track
Als Offroad Fahrtechnikinstructor nutzte ich die Motocross Fahrten als Fahrtechniktraining. Durch die gleichbleibende Streckenführung kann man sich voll auf die Technik konzentrieren. Was die eine Runde nicht funktioniert hat, kann an gleicher Stelle nächste Runde verbessert werden. Beim Adventurebiken ist jede Kurve anders und man muss mit allen Eventualitäten rechnen.
KTM EXC 350- F 2025 Champion Edition – zweiter Tuning Schritt
Von meiner 2024er 350er – KTM EXC-F 350 2024 Jentlflow Tuning – wurden fast alle Tuningteile an der 2025 Champion Edition gleich vor dem ersten Einsatz verbaut. Passt ja alles. Dabei war Kupplungsnehmerschutz, Teflon beschichtete Hebelklemmbrücken, Akrapovic „Racing Line“ Auspuffanlage, Twinair Powerflow Luftfiter und die X-Grip Piranhas V3 Titanfußrasten. Motorschutz, Factory Racing Sitzbank und Mappingschalter sind bei der Champion Edition schon serienmäßig dabei.
Tuning 2026
Bis in den Spätsommer bin ich den Originallenker gefahren. Zusammen mit der Gabelbrücke wurde dann auch der Lenker gewechselt und mein Renthal Fatbar 821 vom auner kommt zum Einsatz. Ich fahre den Lenker auch auf der 790er Adventure – KTM 790 Adventure – Jentlflow Offroad Tuning 2025 – was die Umgewöhnung erleichtert. Der originale Neken hat allerdings eine sehr ähnliche Geometrie, sodass man eigentlich nicht wechseln muss.
Schon auf der 2024er 350er im Einsatz war die Xtrig ROCS TECH Gabelbrücke. Bei der hochwertigen Alu gefräste Xtrig Brücke mit beidseitiger Klemmung gleiten die Standrohre besser in den Tauchrohren und die Gabel funktioniert besser. So richtig spüren tut man das als Amateur allerdings nicht. Schadet aber nicht und schaut sehr werksmäßig aus. 😊
Das Fahrwerk der letzten EXC-Generation (ab 2024) ist wieder deutlich straffer abgestimmt. Superenduro sei Dank. Dazu eine wertige Closed Cartrige Gabel, die das Bike stabiler im Federweg stehen lässt. Im Gegensatz zu den Baujahren davor komme ich mit meinen 85 kg auch mit dem Serienfahrwerk (Federhärten für 75 – 85 kg) gut zurecht. Ein Test mit einer 450er mit härteren Federn hat mir allerdings gezeigt, das die Bewegungen im Fahrwerk geringer sind und das Bike einfach besser liegt.
So habe ich dann vorne von 4,6 auf 4,8 Nm und hinten von 72 auf 75 Nm Federn gewechselt. Und ja, auch auf der 350er gefallen mir die härteren Federn besser. Die EXC liegt satter am Track und neigt weniger zum Aufschaukeln. Bei Ansprechverhalten und Komfort gibt es keine Verschlechterung. Würde ich auf jeden Fall ab 85 kg empfehlen.
Mit dem Mappingschalter lässt sich vom Serien- auch auf ein schärferes Mapping umschalten. Hier hat man dann eine spürbar aggressivere Leistungsentfaltung. Ideal für die Sonderprüfung oder Motocross bei griffigem Boden. Leider ruckelt der Motor knapp über Standgas gewaltig, so ist dieses Mapping bei Strecken mit technischen Low Speed Passagen (zumindest für den Amateur) nicht nutzbar. Und zwar sowohl im Serienmapping mit Originalauspuff als auch mit dem Arapovic Mapping. Das war schon 2024 so und auch für 2025 gab es kein neues Mapping. So hoffe ich auf 2026.
Für den motocrosslastigen Einsatz nutze ich Dunlop Reifen auf der EXC sehr gerne. Abgesehen vom Grip ist es die Haltbarkeit, die beeindruckt. Als Hobbyfahrer wechselt man nicht vor jedem Training den Reifen. Ist der Boden dann hart, reißen die (meist seitlichen) Stollen schon früh aus und Ersatz muss her. Dunlops kosten zwar etwas mehr, über die Haltbarkeit holt man das aber locker wieder rein. Zudem sind die Reifen von der Karkasse her hochwertig und robust gebaut. Dadurch weniger Reifenschäden und auch super Tubliss tauglich – Tubliss Test KTM EXC – . Ich bin schon öfter abgefahrene Dunlop Motocrossreifen am +200 kg Adventurebike fertiggefahren. Auch das ein Qualitätssiegel.
Aktuell fahre ich den Dunlop Geomax AT 82. Der recht neue Reifen wurde für US Cross Country Rennen konzipiert. Hier muss der Reifen für wechselnde Bedingungen funktionieren. Der Vorderreifen hat ein offenes Profil, funktioniert aber über die Gummimischung auch gut auf Hardpack. Dazu kommt er in 90/100-21, also etwas höher im Aufbau, was die Dämpfung verbessert. Der Hinterreifen hat ein Bi- direktionales Profil und kann ja nach Boden in beide Richtungen montiert werden. Für mich aktuell die ideale Bereifung für den Mischeinsatz.
Fazit
Im Laufe der 2025er Saison wurden bei meiner KTM EXC 350- F 2025 Champion Edition jetzt auch Renthal Fatbar 821 Lenker und Xtrig ROCS TECH Gabelbrücke vom auner montiert. Neu das straffere Fahrwerk mit härteren Federn und die AT82er Geomax Dunlops. Jetzt muss KTM bzw. Acapovic noch 2026 das überarbeitete schärfere Mapping liefern, dann ist sind wir auf 100% Zufriedenheit.





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